NASA ESA RSA Sonstige


Nach Gründung der europäischen Weltraumorganisation ESA (European Space Agency) im Jahre 1973 wurde diese zunächst recht stiefmütterlich behandelt und mit einem entsprechend bescheidenen Etat versehen. Auch heute ist der Etat vergleichsweise gering, aber die Europäer haben es nicht zuletzt durch den erfolgreichen und gewinnbringenden Einsatz ihres Basis-Trägersystems “Ariane” in der kommerziellen Raumfahrt geschafft, dennoch immer erfolgreicher am internationalen Geschehen teilzunehmen und die Experten der ESA sind heute gefragte Partner selbst der Amerikaner, wenn es beispielsweise um den Bau der internationalen Raumstation ISS oder die Entwicklung neuer Träger- und Shuttlesysteme geht. In der Forschung und Entwicklung ist die ESA besonders stark, hat aber leider die “Angewohnheit” ihre Projekte seltenst zu realisieren, da ihr im entscheidenden Moment regelmässig der Geldhahn abgedreht wird.

So ist der Beitrtag der Europäer zu diesen Projekten und zur bemannten Raumfahrt überhaupt sehr bescheiden, wenn man bedenkt, was die Europäer alles an guten Vorsätzen und grossartigen Projekten geplant, aber nie beendet haben. Zumal wenn man dies vor dem Hintergrund der gewaltigen ökonomischen und technologischen Recourcen Europas betrachtet, muss man zweifellos sagen, das Europa auf dem Gebiet der Raumfahrt durchaus nicht den Rang einnimmt, den es bei einigem Bemühen zweifellos heute haben könnte. Auch der europäische Beitrag zur internationalen Raumstation ISS ist eher bescheiden, das europäische Modul wird so ziemlich das kleinste der gesamten Station werden.

Nationale und ökonomische Interessen verhinderten bislang den grossen Durchbruch der Europäer. Bis heute besitzt man nicht einmal ein eigenes Trägersystem für die bemannte Raumfahrt und ist somit ständiger “Untermieter” bei Russen und Amerikanern. Sehr zukunftsorientiert scheint solches Handeln nicht zu sein, und Europa muss hier sehr acht geben, nicht den technischen Anschluss an diesen gerade erst erwachenden grossen Markt zu verlieren.

Mit schuldig daran ist nicht nur meines Erachtens nach eine ähnlich uneffiziente und Geld verschlingende, typisch europäisch-bürokratische Struktur wie sie beispielsweise auch bei dem kostspieligen “Eurofighter” Programm sichtbar wurde. Die Europäer haben einfach noch immer nicht gelernt  solch gigantische Projekte wirklich effizient und zielgerichtet zu realisieren. Auch an diesem Punkt besteht in Europa dríngender Reformbedarf.

Immerhin zählt aber andererseits die “Ariane” Rakete als eine der erfolgreichsten, wirtschaftlichsten und zuverlässigsten Trägersysteme der Welt überhaupt und hat sich einen riesigen Anteil am kommerziellen Transport von Satelliten in die Umlaufbahn gesichert. Das besondere an der “Ariane” ist neben ihrer vergleichsweise hohen Zuverlässigkeit auch die Tatsache, das sie Satelliten so punktgenau im All aussetzen kann, wie dies sonst nur manuell mit Hilfe des amerikanischen “Space-Shuttle” möglich ist. Das Startzentrum der Europäer liegt in Kourou, Französisch Guayana.

Die Franzosen sind auch die mit Abstand grössten Geldgeber der ESA, gefolgt von Deutschland und - mit gehöriger Zurückhaltung - dem Rest der europäischen Staatengemeinschaft.

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Last updated Sonntag, 15. Juli 2001 . 

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