1957-1969 1970-1979

Apollo 13

11. April 1970

  • Start: 11.04.1970
  • Landung: 17.04.1970
  • Dauer: 05:22:55 Tage
  • Besatzung: James Lovell(3), Fred Haise, John Swigert

Nein, nicht Tom Hanks, sondern James Lovell, dessen dritte Mission im Weltall dies war, war Kommandant von Apollo 13. Die Handlung des bekannten Films dürfte aber wohl sehr dicht und auch sehr realistisch am tatsächlichen Geschehen der Beinahe-Katastrophe des Fluges von Apollo 13 liegen. Nach planmässigem Start befand sich das Raumschiff auf dem Weg zum Mond, als am dritten Flugtag einer der Sauerstofftanks der Brennstoffzelle, welche die Hauptenergieversorgung des Schiffes zu leisten hatte expodierte. Daraufhin musste die Flugbahn von Apollo 13 so korrigiert werden, dass die Anziehungskraft des Mondes als "Schleuder" benutzt wurde, um das Schiff direkt zurück zur Erde zu katapultieren. Die verfügbare Energie war so gering, dass die Astronauten in die Landefähre umstiegen, und die Beheizung auf ein absolutes Minimum reduziert wurde. Mit Hilfe der Steuerung der Landefähre wurden dann die zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen. Danach wurde das beschädigte Servicemodul abgetrennt und fotografiert und die Besatzung ging wieder in die Kommandokapsel zurück. Anschliessend wasserte Apollo 13 relativ normal im Pazifischen Ozean und wurde vom Bergungsschiff aufgenommen.

 

Sojus 9

01. Juni 1957

  • Start: 01.06.1970
  • Landung: 19.06.1970
  • Dauer: 17:16:59 Tage
  • Besatzung:Andrijan Nikolajew (2), Witali Sewastianow

Dies war das erste einer Serie von Experimenten speziell zum längeren Aufenthalt von Menschen im All. So wurden die beiden Kosmonauten während ihres fast 18-tägigen Fluges genauen medizinischen Untersuchungen unterzogen. Obwohl sie in ihrem Raumschiff intensiv trainierten waren Sie nach ihrer Rückkehr zur Erde nicht in der Lage selbstständig zu gehen. Es wurde ein massiver Abbau von Muskelmasse sowie eine erhebliche Verringerung des Kalziumgehaltes in den Knochen festgestellt. Aufgrund dieser Untersuchungen und der bis heute gemachten ähnlichen Erfahrungen bei anderen Raumflügen und längeren Weltraum Aufenthalten wie etwa an Bord der später gebauten Raumstation "Mir" überlegt man, bei längeren interplanetaren Raumflügen, wie etwa der bemannten Mars-Mission, generell eine künstliche Schwerkraft, etwa über Rotation zu erzeugen. Natürlich standen bei dem Flug von Sojus 9 auch wieder weitere naturwissenschaftliche und biologische Experimente sowie astronomische Beobachtungen auf dem Programm.

 

Apollo 14

31. Januar 1971

  • Start: 31.01.1971
  • Landung: 09.02.1971
  • Dauer: 09:00:02 Tage
  • Besatzung: Alan Shepard(2), Edgar Mitchel, Stuart Roosa

 

Bei der dritten Mondlandung gingen Shepard und Mitchel auf einen über 1 km weiten "Ausflug" in Äquatornähe. Wieder wurden Geräte aufgestellt und Mondgestein eingesammelt. Insgesamt verbrachte jeder der beiden Mondbesucher etwa viereinhalb Stunden ausserhalb der Landfähre.

 

Salut 1

20. April 1971

  • Start: 20.04.1971
  • Landung: keine
  • Dauer: stationärer Orbit
  • Besatzung: wechselnd

 

Salut 1 war eigentlich keine bemannte Mission, sondern die erste echte bemannte Raumstation. Daher haben wir sie ausnahmsweise in diese Chronik der bemannten Raumfahrt aufgenommen. Das Modul hatte eine Länge von immerhin etwa 15 Metern und wurde natürlich ohne Besatzung gestartet. Die Salut Raumstationen bestanden, ähnlich wie das später von Europäern gebaute und von den Amerikanern in eine Umlaufbahn gebrachte “Spacelab” aus nur einem Modul, an das dann noch ein Raumschiff andocken konnte. Die erste Raumstation in modularer Bauweise, das heisst aus mehreren ankoppelbaren Modulen bestehend war die bekannte russische “MIR”. Die Station Salut 1 hatte aber immerhin schon eine Länge von etwa 15 Metern.

 

Sojus 10 (Salut 1-1)

22. April.1971

  • Start: 22.04.1971
  • Landung: 24.04.1971
  • Dauer: 01:23:46 Tage
  • Besatzung: Wladimir Schatolow(3), Alexei Jelissejew(3), Nikolai Rukawischnikow

 

Ziel der Mission war die Ankopplung an die nur 2 Tage zuvor gestartete Raumstation "Salut 1". Diese gelang auch, allerdings stiegen die Astronauten bei diesem Test noch nicht in die Raumstation um.

 

 

Sojus 11

(Salut 1-2 Unglück)

06. Juni 1971

  • Start: 06.06.1971
  • Landung: 29.06.1971
  • Dauer: 23:19:22 Tage
  • Besatzung: Wladislaw Wolkow(2), Viktor Pazajew, Georgi Dobrowolski

Nachdem Salut 1 nun lange genug im All "herumgedümpelt" hatte und die Systeme über diese Dauer hinweg weitgehend störungsfrei gearbeitet hatten wurde mit Sojus 11 die erste Besatzung einer bemannten Raumstation in den Weltraum gebracht. An Bord der Station wurden natürlich umfangreiche Systemtests durchgeführt, ausserdem wurde dort mit  installierten Geräten zum körperlichen Training, welche dem Muskel und Knochenabbau entgegenwirken sollten geübt. Zwischendurch blieb noch Zeit für weitere wissenschaftliche Arbeiten, Beobachtungen und Experimente. Schliesslich, nach über 20 Tagen stieg die Besatzung wieder in die Raumkapsel um und koppelte ab, um zur Erde zurückzukehren. Bei den Vorbereitungen zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ereignete sich dann ein dramatisches Unglück. Beim Trennen vom Versorgungsmodul kam zu einem plötzlichen Druckabfall in der Kabine, wobei alle drei Kosmonauten ums Leben kamen. Seit diesem Ereignis mussten alle Astronauten und Kosmonauten während der riskanteren Phasen der Weltraumflüge wieder Ihre Schutzanzüge tragen.

 

Apollo 15

26. Juli 1971

  • Start: 26.07.1971
  • Landung: 07.08.1971
  • Dauer: 12:07:12 Tage
  • Besatzung: David Scott(3), James Irwin, Alfred Wordon

Bei dieser Mission kam zum ersten mal das legendäre Mondauto (Lunar Roving Vehicle) zum Einsatz. Mit ihm war es erstmals möglich sich weiter als 1 oder 2 km vom Landeplatz zu entfernen. Bei der Mission von Apollo 15 wurden dabei insgesamt 30 km auf den Tacho gebracht, die weiteste Entfernung zum Landeplatz betrug 7 km. Weiterhin wurden wieder Messinstrumente aufgestellt aber auch Bohrungen von bis zu 1,5 m Tiefe in die Mondoberfläche vorgenommen. Diese Mission brachte auch grössere Vorräte an Sauerstoff und sonstigen Vorräten mit, so dass der Mondaufenthalt erstmals auf insgesamt 3 Tage verlängert werden konnte. Auf dieser Mission wurde umfangreiches und beeidruckendes Videomaterial, z.B. von den Fahrten mit dem Mondauto oder dem Start der Landefähre (die Kamera wurde hierzu auf einem Stativ zurückgelassen) gemacht. Nach der Rückkehr zum Mutterschiff begab sich der Kommandant Scott dann noch auf einen fast 40 minütigen Weltraumspaziergang um diverse Messinstrumente von der Aussenseite der Raumkapsel zu demontieren und ins Innere des Raumschiffs zu bringen.

 

 

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Last updated Sonntag, 15. Juli 2001 . 

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